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 02.08.2020 +++ Relegationsspiel gegen Tuttlingen

Wenn ich auf meine noch nicht so lange SVB-Zeit zurückblicke, fallen mir gleich ein paar sportliche Highlights ein. Zu denen gehört sicherlich die Saison 2009/2010 mit dem Relegationsspiel gegen Tuttlingen als Höhepunkt vor ziemlich genau 10 Jahren.
Man startete fulminant mit 4 Siegen in Folge in die Vorrunde, u.a. einem beeindruckenden 7:1 Sieg in Ergenzingen. Am 5. Spieltag kam es in Baisingen zum Spitzenspiel Zweiter gegen Erster und der Spitzenreiter aus Freudenstadt zeigte dem SVB seine Grenzen sehr schnell auf. Mit 0:8 ging man ziemlich unter. Jedoch blieb es die einzige Niederlage und mit weiteren 3 Siegen und 3 Unentschieden konnte man den 2. Tabellenplatz behaupten. Die Rückrunde lief dagegen eher etwas durchwachsen, aber mit 7 Siegen, 1 Unentschieden und 6 Niederlagen doch ziemlich erfolgreich. Da unsere direkten Konkurrenten auch ihre Federn lassen mussten, konnte man mit viel Einsatz den 2. Tabellenplatz bis zum Ende verteidigen. Als Belohnung durfte die Mannschaft am 09.06.2010 in der Relegation zur Landesliga in Hardt bei Schramberg gegen den SC 04 Tuttlingen antreten.
Mit Fanbus und extra angefertigten Fanshirts trat man die Reise nach Hardt an. Leider konnte man verletzungsbedingt nicht in Bestbesetzung antreten und musste die Mannschaft etwas umstellen. Vor knapp 500 Zuschauern begann man das Spiel sehr nervös und Tuttlingen ging begünstigt durch einen Abwehrfehler bereits nach 4 Minuten mit 1:0 in Führung. Danach tat man sich noch schwerer ins Spiel zu kommen. Nach gut 20 Minuten fing man sich dann aber etwas. Jedoch folgte der nächste Rückschlag. Ein Tuttlinger kam freistehend zum Kopfball und Markus Muhr konnte aus einem Reflex heraus den Ball auf der Linie leider nur noch per Hand klären. Es folgte die Rote Karte und den fälligen Elfmeter verwandelte Tuttlingen sicher zum 2:0. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel. Nach der Halbzeit versuchte man mit 10 Mann nochmals alles und wurde auch ein gleichwertiger Gegner, was mit an der Einwechselung von Marcel Großmann lag. Allerdings schaltete Tuttlingen auch einen Gang zurück. Dass man nicht weitere Treffer hinnehmen musste, verdankte man Timo Böhler, der einen guten Tag erwischt hatte. In der 65. Minute wäre vielleicht nochmal die Chance gewesen das Spiel zu drehen, aber ein Freistoss von Daniel Bay knallte bloß an die Latte. Fünf Minuten vor Schluß gelang dann Tuttlingen noch das 3:0. Nach Spielende wurde aber trotzdem gewaltig gefeiert, so dass man den Eindruck gewinnen konnte, Tuttlingen wäre der Verlierer.
Als man mit dem Bus in Baisingen wieder eintraf, wurde die Mannschaft von vielen Fans am Schulhaus empfangen und es wurde im Feuerwehrhaus noch bis spät in die Nacht gefeiert.

Damalige Aufstellung:
Timo Böhler, Marcel Heinzelmann, Johannes Pfeffer, Marcus Muhr, Matthias Wollwinder, Tobias Kiefer, Florian Ruggaber, Robert Kosmol, Philipp Küfer, Daniel Bay, Alexander Pfeffer
Einwechselspieler: Marcel Großmann, Mustafa Cagdas, Daniel Teufel

Ich hoffe, wir können „demnächst“ mal wieder über aktuelle Veranstaltungen und Sportereignisse berichten. Die aktuelle Situation lässt es aber noch nicht zu.
Ich wünschen ihnen allen eine gute und insbesondere gesunde Zeit.

Ihr 1. Vorsitzender
Oliver Kroll



 02.08.2020 +++ Meisterschaft 1998 und Aufstieg in die Kreisliga A

Für die Saison 1997/1998 hatte man sich beim SV Baisingen einiges vorgenommen. Nach dem unglücklichen Abstieg im Jahr 1993 hatte man 4 mal vergeblich versucht, wieder die höhere Klasse zu erreichen. In der Runde zuvor war man nur knapp und mit viel Pech in der Relegation gescheitert.
Zur neuen Saison hatte man bereits frühzeitig für den Trainerposten einen ganz dicken Fisch verpflichten können, wie damals die Zeitung titulierte. Martin Vees war ein Jahr zuvor mit dem TuS Ergenzingen als Landesligameister der Sprung in die Verbandsliga geglückt und auch in dieser Klasse konnte er sich als Leistungsträger hervortun. Nun aber wollte er etwas kürzer treten und durch gute persönliche Kontakte und glückliche Umstände kam das Engagement beim SVB zustande. Im Schwung der Begeisterung erklärten sich zudem mit Michael Kränzler und Kirsten Mensch auch noch zwei Spieler, die ihre aktive Karriere eigentlich schon abgeschlossen hatten, bereit, noch einmal die Kickschuhe vom berühmten Nagel zu holen.
Furios startete man in die Saison und konnte gleich zum Saisonauftakt mit einem 10:0-Sieg gegen den Mitfavoriten FC Untertalheim eine Duftmarke setzen. Nach einem kampflosen 3:0-Sieg gegen Obertalheim II tat man sich anschließend bei einem knappen 2:1-Sieg in Weitingen zwar etwas schwer, doch danach war man nicht mehr zu bremsen. Es folgten 5 weitere teils deutliche Siege, ehe es dann ausgerechnet bei Gündringen II, wo man im Vorjahr noch mit 8:1 siegreich war, die erste Niederlage kassierte. Es war so ein Spiel wie es sie halt gibt, wenn mal überhaupt nichts zusammenläuft.
Letztendlich konnte man aber dennoch mit 11 Siegen aus 12 Spielen und 33 Punkten souverän die Herbstmeisterschaft einfahren. Ganz wichtig war am vorletzten Spieltag der Hinrunde ein 4:1-Sieg gegen die zu diesem Zeitpunkt noch punktgleichen SF Bierlingen. Eine Woche später folgte dann noch ein deutliches 11:0 gegen die türkische Mannschaft aus Horb.
In der Rückrunde ließ man dann überhaupt nichts mehr anbrennen und fuhr souverän nacheinander die Punkte ein. Innerhalb einer Woche traf man dann auf die beiden schärfsten Verfolger und konnte dann endgültig die Weichen stellen. Am 26. April wurde der spätere Vizemeister SG Rohrdorf/Eckenweiler auf eigenem Platz klar mit 4:0 geschlagen, eine Woche später schickte man den späteren Dritten SG Dettlingen/Bittelbronn mit einem deutlichen 5:1 nach Hause. Nach diesem Sieg hatte man satte13 Punkte Vorsprung und war damit uneinholbar Meister der Kreisliga B. Der Aufstieg wurde anschließend spontan mit einem Autokorso gefeiert, wobei man natürlich auch das zugleich stattfindende Frühlingsfest in Vollmaringen nicht auslassen konnte.
Für die letzten 4 Punktspiele war damit Schaulaufen angesagt. Man ließ sich jedoch nicht hängen, sondern konnte noch 4 weitere Siege einfahren und am Ende mit 69 Punkten bei 17 Punkten Vorsprung die Runde abschließen. Das Torverhältnis von 115:18 sprach ebenfalls eine deutliche Sprache. Mächtig gefeiert wurde bei allen 4 Spielen. Am Ende gab es zur Meisterfeier wieder einen Autorkorso mit der Meistermannschaft durch den Ort.
Erfolgreich verlief in dieser Saison auch die Pokalrunde. Mit den TSF Dornhan und der SG Vöhringen konnte man in den ersten Runden Mannschaften aus der Bezirksliga sowie aus der Kreisliga A eliminieren. Unglücklich war dann das Ausscheiden in der vierten Runde im Elfmeterschießen beim Nachbarn FC Göttelfingen, damals Kreisliga A und heute Spielpartner des SVB. Etwas Pech hatte die zweite Mannschaft, die in der Vorrunde einige Mal gepatzt hatte und trotz einer Siegesserie zum Schluss nicht den Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Am Ende blieb aber ein souveräner zweiter Platz und die Vize-Meisterschaft.



 02.08.2020 +++ Rückblick auf alte Zeiten - Freilichttheater 2014

In den aktuellen Zeiten des Corona-Virus gibt es einige Einschränkungen im Leben. Auch das Mitteilungsblatt von Baisingen ist derzeit ziemlich ausgedünnt, keine Frage, es ist ja auch im Vereinsleben im Ort wenig bis gar nichts geboten. In Absprache mit Ortsvorsteher Philipp Küfer und der Ortsverwaltung will der SV Baisingen daher die nächsten Wochen und Monate etwas zurückblicken in frühere Zeiten und in den nächsten Ausgaben des Blättles in loser Reihenfolge auf markante Ereignisse aus dem Vereinsleben des SVB eingehen. Gerne dürfen hier auch Vorschläge und Anregungen gemacht werden oder auch Beiträge gestaltet werden, diese dann bitte per E-Mail an "info@sv-baisingen.de" einreichen.
Wir starten unsere Serie mit einem Highlight, an das sich bestimmt noch viele erinnern können – das Freilichttheater der Theatergruppe des SVB im Sommer 2014. "Camping, Grill und Seewiesa", hieß es vom 3. bis zum 6. Juli 2014 im Baisinger Schlosshof. Regisseur, Autor und Mitakteur Joachim "Joggy" Herm hatte zum zweiten Mal nach dem Baisinger Jubiläumsjahr 2008 ein Freilichtstück geschrieben und konnte damit einmal mehr einen vollen Erfolg landen. Insgesamt 16 Personen kamen auf der Bühne, die diesmal aus dem Schlosshof bestand, zum Einsatz, gleich 5 davon konnten ihr Debüt feiern, mit Samira Rauschenberger und Elisa Küfer zwei ganz jugendliche Newcomerinnen die zwischenzeitlich fester Bestandteil des Ensembles sind.
Die Proben begannen im März und dauerten somit bis zum Juli ingesamt 4 Monate an, deutlich länger als sonst zum Theater an Advent, und verlangten somit den Aktiven einiges ab. Der Besucheransturm war enorm, rund 750 Zuschauer kamen zu den 4 Veranstaltungen, maximal 800 wären möglich gewesen. Dies trotz Konkurrenz zur Fußball-Weltmeisterschaft, die damals zeitgleich in Brasilien ausgetragen wurde. Insbesondere der Termin am Freitag wurde damals im Vorfeld vom Kassier Peter Kiefer kritisch eingestuft, war doch an diesem Tag der Termin, an dem Deutschland ein mögliches Viertelfinalspiel austragen würde. Seltsamerweise war dann aber der Freitag im Vorverkauf der Tag mit den meisten vorab verkauften Karten. Erst ab Montagabend, als Deutschland gegen Algerien knapp gewann und klar war, dass man am Freitagabend gegen Frankreich spielen würde, da wurden plötzlich Karten in Mengen wieder zurückgegeben weil "etwas dazwischen gekommen sei".
Eine weitere Gefahr für die Aufführung am Freitag war dann noch eine aufkommende Gewitterfront (die auch noch aus Richtung Frankreich kam). Am Freitag ab 16 Uhr wurde fleißig per Handy kommuniziert: Sollte man es wagen und die Aufführung stattfinden lassen oder absagen? Letztendlich entschied man sich für eine Absage. Dafür wurde ein weiterer Termin auf Sonntagfrüh gelegt. Diese Entscheidung erwies sich dann als goldrichtig. Zwar waren einige am Freitag noch angereiste Zuschauer ob der Absage enttäuscht, aber anstatt am Freitag bei unsicherem Wetter vor etwa 100 Leuten zu spielen, konnte man am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein zwei Aufführungen vor jeweils fast 200 Zuschauern feiern. Bei rund 3 Stunden pro Aufführung, also ingesamt 6 Stunden Theater an einem Tag, waren die Akteur(innen) zwar am Ende zwar geschafft, jedoch allesamt glücklich über 4 tolle Aufführungen.
Sind wir mal gespannt, ob es nach Corona in den nächsten Jahren so etwas in Baisingen einmal wieder gibt.



 02.08.2020 +++ Maiwanderungen

Über mehrere Jahrzehnte war die Maiwanderung ein Fixpunkt im Terminkalender des SV Baisingen. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten sich Sportverein und Musikverein zusammengefunden und gemeinsam Wanderungen und Bewirtung für die Baisinger Einwohnerschaft organisiert.
Ein glanzvoller Höhepunkt und der älteren Generation mit Sicherheit noch in Erinnerung ist die Wanderung im Jahr 1976 nach Gündringen. Der halbe Flecken war damals unterwegs, einige hundert Baisinger machten Rast an den Ufern der Steinach, altersmäßig geschätzt von 8 bis 80. Für die nicht so fitten wurde abends die Möglichkeit der Heimfahrt mit dem Bus angeboten, doch manche machten sich dann früher oder später auch zu Fuß auf den Weg zurück nach Baisingen. Ähnlich war es dann auch zwei Jahre später im Jahr 1978, als die Maiwanderung runter ins Neckartal nach Starzach führte. Anno 1980 gab es noch mal eine gemeinsame Wandertour mit Rast am Rand des Bernlochs.
Dass die Zeiten auch früher nicht unbedingt immer besser waren, belegt auch ein Rückblick auf die Wetterlage. Die gemeinsamen Wanderungen 1977, 1979 sowie 1981-1983 sind allesamt quasi „ins Wasser gefallen“. Ab 1984 haben Sportverein und Musikverein dann die Wanderungen jeweils in eigener Regie betrieben, dies hatte dann leider auch rückläufige Teilnehmerzahlen zur Folge.
Einen Boom erlebten die Maiwanderungen dann wieder gegen Ende der 90er Jahre. Der MVB hatte sich wegen zu großem Aufwand zurückgezogen. Seitens des SVB gab es nun das Angebot, entweder zu wandern oder an einer Radtour teilzunehmen. Die Wandertour betrug damals rund 15 km, die Radtour zwischen 40 und 45 km. Die Streckenführung wurde immer genau ausgetüftelt. Um die Mittagszeit und bei rund der Hälfte der Strecke trafen sich beide Gruppen und konnten sich mit Steak, Wurst, Bier und alkoholfreien Getränken stärken.
Die Rastplätze wurden damals vorab ausgesucht. Bondorf, Eckenweiler, Hochdorf, Wolfenhausen, Mötzingen oder auf dem Wolfsberg waren einige der besuchten Ziele. Das Verpflegungsteam um den leider inzwischen verstorbenen Anton Katz, um Klaus und Gudrun Stopper, Andreas Franz, Siggi Neef und weitere SVB-Mitglieder sorgte immer dafür, dass neben Wandern und Radeln auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.
Auch damals waren zu Glanzzeiten bestimmt immer zwischen 100 und 200 Baisinger auf der Strecke. Wer nicht mehr so gut zu Fuß oder zu Rad unterwegs war, reiste auch gerne mit dem PKW zum Rastplatz ab. Abschluss war dann immer im Sportheim Baisingen, wo man sich erneut neben dem sonstigen Angebot an Eisbechern sowie Kaffee und Kuchen erfreuen konnte. Auch der Wettergott hatte in diesen Jahren stets ein Einsehen, so dass die Touren immer bei schönem Wetter stattfinden konnten.
Gegen 2010 ließ dann leider die Begeisterung nach. Die Teilnehmerzahlen wurden immer rückläufiger. Auch war es immer schwieriger, die Bewirtung am Rastplatz und im Sportheim zu stemmen. Zudem führten auch immer mehrere Gruppierungen ihre eigenen Maientouren durch, was die Teilnehmerzahl der vom SVB organisierten Maiwanderung zusätzlich sinken ließ.
Die letzte vom Sportverein organisierte Maiwanderung fand mit geringer Teilnehmerzahl dann im Jahr 2012 statt. Eine Radtour wurde schon in diesem Jahr nicht mehr angeboten. Waren es zu früheren Zeiten oft 50 bis 100 Teilnehmer, so hatten sich zuletzt leider nur noch zwischen 5 und 10 Radler eingefunden. Ein tollen Vereinsangebot ist somit leider aus dem jährlichen Veranstaltungskalender verschwunden.



 02.08.2020 +++ AH im Jahr 2017

Die AH des SVB hat in den letzten Jahren für viel Furore gesorgt, konnte man doch einige Titel und vordere Platzierungen auf Bezirksebene und bei den Rottenburgern Stadtmeisterschaften, sowie bei anderen AH Turnieren holen. Aber das Jahr 2017 wird sicherlich bei vielen noch lange in Erinnerung bleiben.
Im Juni / Juli nahm man bei den Ü32 Bezirksmeisterschaften teil. In einer 4er Gruppe im Modus Jeder-Gegen-Jeden sollte der Titel ausgespielt werden. Gleich im ersten Spiel traf man auf den Dauerrivalen SGM Dettingen/Rexingen und konnte in einem spannenden Spiel auf heimischen Boden mit 2:1 als Sieger vom Platz gehen. Die beiden nächsten Spiele konnte man kampflos aufgrund Spielabsagen des Gegners für sich entscheiden und wurde somit Bezirksmeister und durfte wie im Vorjahr an den WFV Meisterschaften teilnehmen. Und damit begann es erst so richtig für den SVB.
Am 16.09.2017 traf man in Baisingen im Achtelfinale auf die TG Reichenbach. Mit 4:2 behielt man die Oberhand und kam somit eine Runde weiter als im Vorjahr. Dies wurde natürlich dementsprechend gebührend im Sportheim gefeiert.
Beim Heimspiel im Viertelfinale bekam man es mit dem starken TSV Böbingen zu tun. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Nach 90 umkämpften Minuten stand es Unentschieden und im Elfmeterschießen musste der Sieger ermittelt werden. Dank starker Nerven und einem glänzend aufgelegtem Philipp Steck gewann man das Spiel am Ende mit 6:5. Danach wurde mit dem Gegner zusammen noch kräftig und lange gefeiert.
Dank Losglück hatte man am 07.10.2017 erneut Heimrecht und empfing im Halbfinale die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Der Gegner war schon im Vorjahr im Finale, daher war klar, dass es ein ganz schweres Spiel werden wird. Man konnte aber das Spiel ausgeglichen halten und wer den ersten Fehler machen wird, würde sicher das Spiel gewinnen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 0:0 und es ging in die Verlängerung. Eine kleine Unaufmerksamkeit nutzte der Gegner zum 0:1 und der Traum von der Teilnahme an der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft war ausgeträumt. Im Sportheim feierte man aber trotzdem das erreichte.
Wenige Tage danach wurden wir informiert, dass doch noch eine Chance auf die Teilnahme an der inoffiziellen DM besteht. Da Hofherrnweiler-Unterrombach als Ausrichter dieser DM eh qualifiziert war, durfte der WFV zwei weitere Mannschaften stellen. Neben dem Finalisten aus Fellbach musste ein Spiel um den dritten Platz zwischen dem SV Ebersbach/Fils und uns über den weiteren Teilnehmer entscheiden.
Am 05.11.2017 trat man mit zwei Bussen und jede Menge Fans die Reise nach Ebersbach an. Auf dem Kunstrasen zeigte uns der Gegner schnell mit seinen technischen Fähigkeiten, dass an diesem Tag es sehr, sehr schwer werden würde, was zu holen. Nach einem 0:2 Rückstand war das Spiel eigentlich gelaufen. Allerdings konnte man eine knappe Viertelstunde vor Ende noch den Anschluss erzielen und warf nochmal alles nach vorne. Jedoch wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen und man ging leider als Verlierer vom Platz. Nach ein paar Bieren war dann aber der Frust überwunden und man ging zum gemütlichen Teil über, wie in den Spielen zuvor.
In den folgenden beiden Jahren konnte man sich nicht mehr für die WFV-Ebene qualifizieren und auch dieses Jahr wird es aufgrund von Corona nichts werden. Wir hoffen auf nächstes Jahr.



 02.08.2020 +++ Gipfelstürmer - die SVB-Wandertouren

Seit dem Jahr 1992, somit also seit mehr als 25 Jahren, zieht es regelmäßig einmal im Jahr eine Gruppe Baisinger Sportler zum Wandern in die Berge. Den Anstoß dazu gab der damalige Trainer der aktiven Mannschaften des SVB, Günter Bernanke. Selbst ein begeisterter Wanderer wollte er dieses Hobby auch seinen Spielern vermitteln und somit auch die Kameradschaft stärken.
So fuhr im Herbst 1992 erstmals eine Gruppe von rund 20 Personen, bestehend aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft, Trainer und Funktionären des SVB für 3 Tage nach Laterns im Bregenzer Wald. Ebenfalls unter der Führung von Günter Bernanke zog es die Aktiven dann ein Jahr später nach Holzgau in Tirol. Der Wanderausflug hatte sich somit rasch als fester Bestandteil im jährlichen Vereinsleben etabliert.
Die schöne Landschaft der Berge, gemeinsames Wandern und nicht zuletzt die Pflege der Kameradschaft beim geselligen Beisammenhocken übten ihren Reiz aus. Quartier nahm man jeweils in einfachen Selbstversorgerhütten in den Bergen. Viel Komfort war damals nicht geboten, Bei Plumpsklo, Holzherd und Petroleumlampen fühlte man sich in alte Zeiten zurückversetzt.
Der Autor dieser Zeilen war dann selber erstmal im Jahr 1994 mit dabei. Ziel war diesmal Zöblen im Tannheimer Tal. Nach einem Trainerwechsel war mit Lothar Mayer auch der neue Coach der Baisinger Fußballer mit dabei. Erstmals gönnte man sich etwas mehr Komfort und quartierte sich in einem Haus mit mehreren Ferienwohnungen ein. Sogar Frühstücksservice wurde diesmal geboten. Dies blieb dann allerdings eine einmalige Episode, ab dem folgenden Jahr kehrte man wieder zur Selbstversorgung zurück.
In den beiden folgenden Jahren, 1995 und 1996, zog es die Wanderer dann jeweils nach Gaschurn im Montafon. Erstmal blieb man damit zwei Jahre hintereinander am gleichen Ort wie überhaupt das Montafon für die Baisinger in den Jahren danach die meistbesuchte Region blieb. Dennoch markierte das Jahr 1995 einen kleinen Einschnitt, reiste man doch erstmal ohne den Trainer der Aktiven an, nachdem es nach nur einem Jahr einen erneuten Wechsel auf diesem Posten gegeben hatte.
Etwas Außergewöhnliches brachte dann das Jahr 1999. Erstmals war der Wandertermin nicht im September, sondern wurde auf den Juli gelegt. Außerdem ging es nicht in die Berge nach Österreich, sondern in den Bayrischen Wald. Seither wissen die Baisinger, warum es in dieser Gegend Ortschaften gibt, die Regensburg oder Regen heißen oder auch einen Fluss, der gleichfalls Regen heißt. 3 Tage lang konnte man von außen wie von innen nass werden, der Regen nahm kein Ende, nur das Bier wurde zum Schluss ziemlich knapp.
Nach dieser Erfahrung verzichtete man künftig auf Experimente und reiste fortan wieder zum Termin im September in die Alpen. Nach der Jahrtausendwende war bei den aktiven Fußballern die Teilnahme immer mehr rückläufig. Einige Aktive und vor allem die jüngeren nachrückenden Spieler zeigten eher weniger Interesse am Wandern, so dass die Teilnehmerzahl auch mal unter 10 abglitt.
Einige unerschütterliche Wanderkameraden der ersten Stunde hielte jedoch eisern zur Stange und gewannen nach und nach weitere Gleichgesinnte hinzu. Seit vielen Jahren hat die Wandergruppe einen festen Stamm von 20 bis 25 Wanderern, die es alle Jahre in die Berge zieht. Es bleibt zu hoffen, dass es angesichts der aktuellen Lage auch in diesem Jahr mit der Tour nach Österreich klappen wird und man dann auch im nächsten Jahr zur 30sten Tour aufbrechen und ein kleines Jubiläum feiern kann.



 02.08.2020 +++ Meisterschaft 2002 und Aufstieg in die Bezirksliga

Einer der größten sportlichen Erfolge des SV Baisingen war zweifelsohne die Erringung der Meisterschaft in der Kreisliga A 2 in der Saison 2001/02. In der Runde zuvor hatte man dieses Ziel noch knapp verpasst und landete trotz beachtlichen 62 Punkten bei nur 2 Niederlagen knapp hinter Salzstetten auf dem undankbaren zweiten Platz. Es war damals die letzte Saison ohne Relegationsspiele zwischen Bezirksliga und Kreisliga A, so dass man keine weitere Möglichkeit zum Aufstieg bekam und somit einen neuen Anlauf nehmen musste. Wohl selten war ein Meisterrennen dann so spannend. Die Entscheidung wer Meister und wer Zweiter wird fiel dann sogar erst nach dem letzten Spieltag.
Als Top-Favorit auf den Aufstieg galt neben dem SV Baisingen aber auch der Bezirksliga-Absteiger SV Eutingen, der den direkten Wiederaufstieg zum Ziel hatte und sich dafür entsprechend verstärkt hatte. Die Eutinger starteten dann auch furios mit 2 Siegen in die Saison, während Baisingen zunächst spielfrei hatte und erst am zweiten Spieltag mit 4:0 gegen Obertalheim punkten konnte. Mit zwei weiteren Siegen schob man sich auf Platz 2 hinter Göttelfingen, das am dritten Spieltag überraschend Eutingen besiegt hatte. Für Baisingen gab es dann am fünften Spieltag mit einem 1:1 in Göttelfingen zwar den ersten Punktverlust, aber man blieb vorne dabei.
Eine Woche später konnte man dann einen Göttelfinger Ausrutscher nutzen und sich mit einem 2:0 gegen den Lokalrivalen aus Vollmaringen an die Tabellenspitze setzen und diese eine Woche darauf mit einem 3:2-Sieg in Rohrdorf auch verteidigen. Am 7. Spieltag gab es erneut ein Spitzenspiel Erster gegen Zweiter, diesmal hieß der Gegner Holzhausen. Ein hart umkämpftes 4:2 brachte dann einen Vorsprung von 4 Punkten an der Tabellenspitze ein und alles schien nach Plan zu laufen.
Eine Woche später gab es dann aber die erste Saisonniederlage. Erneut traf man als Spitzenreiter auf den Zweitplatzierten, diesmal auswärts in Gündringen und am Ende hieß es dann 2:1 für die Gastgeber. Anschließend gab es zwei weitere Siege so dass man am zehnten Spieltag wieder 4 Punkte vor dem Zweiten lag. Ein 0:0 daheim gegen Dettlingen/Bittelbronn läutete dann jedoch eine unerwartete Schwächephase ein. Eine Woche später verlor man in Fischingen mit 3:1 und dann setzte es im Spitzenspiel daheim gegen Eutingen eine 1:2-Niederlage. Zwischendurch war man auch im Pokalwettbewerb mit 1:3 daheim gegen Empfingen aus dem Rennen geworfen werden.
Nach nur einem Punkt aus drei Spielen war man im Rennen um die Meisterschaft von Platz 1 auf Platz 3 durchgereicht worden. Ganz oben thronte plötzlich die SG Rohrdorf/Eckenweiler, die nach verhaltenem Start eine Serie hingelegt hatte, Zweiter war nun der SV Eutingen. Mit einem 2:0 bei der SG Mühlheim/Renfrizhausen konnte man sich zum Abschluss der Vorrunde wenigstens noch auf Platz 2 hinter Herbstmeister Rohrdorf/Eckenweiler schieben, da Eutingen überraschend daheim verloren hatte.
Mit 2 Siegen startete man in die Rückrunde, doch nach einer 3:2-Niederlage in Weitingen betrug der Rückstand plötzlich 5 Punkte. Doch es blieb spannend, auch die Konkurrenten ließen Federn und Ende April konnte sich Baisingen mit einem 2:1-Sieg im direkten Duell gegen Rohrdorf/Eckenweiler wieder vorbei auf Platz 1 schieben, den man eine Woche später mit einem 1:1 in Holzhausen verteidigen konnte. Es folgten drei klare Siege, ehe es erneut mit einem 0:0 bei der SG Dettlingen/Bittelbronn wieder einen kleinen Dämpfer gab.
Anders als in der Vorrunde konnte man sich danach jedoch wieder fangen, es folgten ein 5:0 gegen Fischingen und dann am vorletzten Spieltag ein ganz wichtiger 4:2-Sieg in Eutingen. Damit schien das Meisterrennen eigentlich gelaufen. Eutingen war abgeschlagen und auf den letzten Verfolger Rohrdorf/Eckenweiler hatte man vor dem letzten Spieltag daheim 3 Punkte Vorsprung, wenn auch das schlechtere Torverhältnis.
Dann folgte jedoch der große Schock: Die SG Ahldorf/Mühlen hatte bei drei Spielen, darunter einem Sieg gegen Rohrdorf/Eckenweiler einen Spieler eingesetzt, der durch Fehler beim WFV keine ordentliche Spielerlaubnis hatte. Diese drei Spiele wurden dann zunächst nicht gewertet, ein Urteil des WFV stand im Raum. Bei einer Wertung für Rohrdorf/Eckenweiler wären diese auf Grund des besseren Torverhältnisses plötzlich Tabellenführer geworden. Letztendlich ergab das Urteil dann, dass die SG Rohrdorf/Eckenweiler ein Wiederholungsspiel beantragen könne.

Baisingen hatte nun im letzten Spiel gegen die SG Mühlheim/Renfrizhausen das Ziel, das schlechte Torverhältnis durch einen hohen Sieg auszugleichen. Mit dem 1:0 durch Alexander Pfeffer gleich in der ersten Minute schien das Vorhaben aufzugehen, doch dann lief nichts mehr zusammen und 10 Minuten vor Spielende musste man trotz drückender Überlegenheit gar noch das 1:1 hinnehmen. Bereits während des Spiels hatte man mitbekommen, dass der SV Gündringen bei der SG Rohrdorf/Eckenweiler kurz vor Schluss mit 4:3 in Führung lag. Dieses Ergebnis hätte dem SVB ebenfalls zur Meisterschaft gereicht, doch in der 90. Minute fiel doch noch das 4:4.
Nun hing alles vom Wiederholungsspiel zwischen Ahldorf/Mühlen und Rohrdorf/Eckenweiler drei Tage später in Mühlen ab. Vor einer stattlichen Kulisse von rund 400 Zuschauern, darunter zahlreichen aus Baisingen, erwiesen sich die Spieler der Heimmannschaft als wahre Sportsmänner und legten sich von Anfang an ins Zeug. Die Spieler aus Rohrdorf und Eckenweiler hingegen wirkten an diesem Abend ungewohnt gehemmt und konnte nicht an ihre besten Leistungen anknüpfen. Bereits in der ersten Halbzeit konnte Ahldorf/Mühlen die 1:0-Führung erzielen, die dann bis Spielende Bestand hatte.
Der Jubel der Baisinger kannte beim Abpfiff keine Grenzen. Trotz fortgeschrittener Zeit unter der Woche wurde noch spontan einer Meisterschafts- und Aufstiegsfeier beim Feuerwehrmagazin organisiert. Die große Meisterfeier gab es dann am Wochenende darauf. Wieder einmal gab es einen Umzug durch Baisingen. Wenig später wurde dann der zweifache Meistertrainer Martin Vees nach 5 Jahren Tätigkeit beim SVB im Rahmen des Jugendturniers verabschiedet. Zum Glück stellte sich dann aber heraus, dass dies kein Abschied auf Dauer sein sollte, denn nach nur einem Jahr folgten noch weitere 6 erfolgreiche Jahre mit ihm in der Bezirksliga.



 02.08.2020 +++ SVB-Theaterkultur

Seit knapp 20 Jahren hat die Theatergruppe des SV Baisingen regelmäßig ihre Aufführungen in der Baisinger Schloss-Scheuer und gewinnt Jahr für Jahr eine immer größere Anhänger-Schar. Stets an den beiden ersten Wochenende im Advent ist man im Einsatz und in den letzten Jahren konnten regelmäßig über 1.000 zahlende Zuschauer gezählt werden.
Die ganz besondere Note dabei ist selbstverständlich, dass viele Stücke aus der Feder des eigenen Regisseurs Joachim „Joggy“ Herm stammen, der somit als Spieler, Regisseur und Autor im Einsatz ist. Allein in den letzten sechs Jahren konnte er stets mit einem neuen Stück aufwarten und somit dafür sorgen, dass in Baisingen somit reglemäßig eine Welturaufführung stattfand. Insgesamt war im Jahr 2019 „Verwandtschaft und andere Sorgen“ bereits das zehnte selbst verfasste Lustspiel.
Das allererste Werk von Joggy Herm liegt nun auch schon mehr als 25 Jahre zurück, es war im Jahr 1994 „Der Mammasugg’l“. Bereits in den 40ern kurz nach Kriegsende waren die Theaterspieler des SV Baisingen schon aktiv und führten größere Volksstücke auf, unter anderem auch damals schon im Schloss-Saal. In den 60ern und 70ern dann hatte sich das Geschehen ins damalig Sportheim verlagert, wo regelmäßig kleinere Lustspiele und Weihnachtsstücke im Rahmen der Weihnachtsfeier zur Aufführung kamen.
Nach dem Sportheimbrand 1981 und der Renovierung des Schloss-Saal 1982 fand die Weihnachtsfeier des SVB wieder dort statt. Ende der 80er kam dann die Idee auf, statt kleineren Stücken an der Weihnachtsfeier wieder größere Mehrakter an mehreren Terminen aufzuführen. Dies erwies sich nicht immer als einfach, benötigte man doch hierfür erstens mehr Zeit zum Proben und auch mehr Schauspieler. So dauerte es nach 1987 mit „Onkel Paul ist der Beste“ gleich 5 Jahre, ehe man 1992 mit „Um Haus und Most“ wieder ein größeres Stück auf die Bühne bringen konnte.
Nur ein Jahr später starb dann völlig überraschend der langjährige Regisseur Rudi Küfer und es schien fraglich, ob es mit dem Baisinger Theater überhaupt weitergehen könne. Immerhin war Rudi ein Mann der ersten Stunde und von Beginn an mehr als 4 Jahrzehnte lang bei den Theateraufführungen des Sportvereins hauptverantwortlich dabei.
Ein Glücksfall war, dass mit Joggy Herm ein Mann in die Bresche sprang und Rudi Küfer nicht nur als Dirigent bei der Sängerabteilung, sondern auch als Theater-Regisseur beerbte. Dabei hatte Joggy zuvor noch keine Erfahrungen in Theaterdingen vorzuweisen. Erst in Baisingen ging es los, zunächst durfte er den Vorhang auf- und zuziehen, ein Jahr später schon als Statist ohne Text kurz über die Bühne laufen, doch dann startete er richtig durch.
Im Jahr 1994 übernahm er dann nicht nur erstmals die Regie, sondern präsentierte auch gleich sein erstes selbst geschriebenes Theaterstück. Der Titel des Stücks „Der Mamasugg’l“ wurde dabei erst während der ersten Proben im Kreis der Akteure gefunden. Die Premiere war am 26. November 1994 und hätte beinahe ausfallen müssen, da mit Roland Gölz ein Akteur akute Halsbeschwerden hatte und tags zuvor kaum einen Ton herausbringen konnte. Zum Glück aber war er bis Freitag dann wieder einigermaßen hergestellt und es konnte losgehen.
Insgesamt gab es damals im gegenüber der Schloss-Scheuer ziemlich kleineren Schloss-Saal 6 Aufführungen, darunter auch noch eine Kinder- und Senioren-Vorstellung an einem Samstag nachmittags. Diese dann allerdings etwas grenzwertig bei Tageslicht und nur rund 70 Zuschauern, davon jeweils etwa die Hälfte entweder unter 10 oder über 70 Jahren. Somit verzichtete man ab da auf solche Sonder-Vorstellungen.
Über alle 6 Aufführungen gerechnet aber war der Zulauf enorm. Insgesamt 865 Zuschauer sorgten für einen damaligen Rekordbesuch bei Theateraufführungen in Baisingen. Ganze 8 Jahre lang hielt Joggy Herm mit diesem Stück den Zuschauerrekord, ehe er dann 2002 bei der Premiere in der Schloss-Scheuer bei den 4 Aufführungen von „(K)ein alltäglicher Job“ gebrochen wurde. Für Joggy natürlich kein Grund zur Traurigkeit, denn dieses Stück war dann sein zweites selbst geschriebenes Werk, er hatte also nur seinen eigenen Rekord gebrochen.
Seither hat Joggy Herm den Rekordbesuch noch mehrfach überboten und ihn im Jahr 2019 auf 1.078 hochgeschraubt. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 25 Jahre zuvor mit dem „Mamasugg’l“. Ob der Rekord allerdings im Jahr 2020 nochmals gesteigert werden kann, dürfte angesichts der aktuellen Verhältnisse mehr als zweifelhaft sein. Warten wir mal ab, was die nächsten Wochen und Monate noch mit sich bringen.



 02.08.2020 +++ SVB-Gesangskultur - die Sängerabteilung

Schon seit mehr als 70 Jahren hat der Sportverein Baisingen die Besonderheit, über eine Sängerabteilung in seinen Reihen zu verfügen. Nur gut 1 Jahr nach Kriegsende wurde 1946 der Sportverein Baisingen als Fußballverein gegründet. Zu der Zeit hatte das Singen in den Kickerkreisen noch einen anderen Stellenwert und so ab 1948 trafen sich immer mehr Fußballer und auch andere sangesfreudige Kameraden nach dem Spiel sonntagabends im Löwen zum Singen.
Im Herbst 1948 wurde dann nicht etwa ein Gesangverein gegründet, sondern die heute noch bestehende Sängerabteilung des Sportvereins. Den Gründungsmitgliedern Hugo Bernhard, Leopold Teufel, Pius Raible, Rudi Küfer, Stefan Stopper, Otto Kränzler, Ludwig Wiedmann und Carl Wendel war es sehr wichtig, keinen neuen Verein in Baisingen zu etablieren, sondern sie sahen sich als Bestandteil des Sportvereins
Dank langjähriger Freundschaft und guter Kontakte einiger Sänger konnte Herr Dr. O. Wörrle aus Eutingen als Dirigent gewonnen werden, welcher ein hervorragender Könner war und den Sängern einiges beibrachte. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte dann am 05.02.1950 beim Vereinsabend im Gasthaus zum Löwen.
Wegen Verhinderung des Dirigenten übernahm dann Mitte Mai 1951 Rudi Küfer mit erst 22 Jahren das Amt des Dirigenten. Im Jahr 1953 gab es dann den ersten auswärtigen Besuch in Vollmaringen. 1954 gab es das erste Gartenfest im Löwengarten mit sage und schreibe 9 Gastvereinen. Ein Jahr später beim zweiten Gartenfest traten dann gar 12 auswärtige Gesang- und Musikvereine auf, was heutzutage kaum mehr vorstellbar ist.
Vom 28. – 30. Juni 1958 fand im Schlossgarten ein Sänger- und Heimatfest anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Sängerabteilung statt, der erste absolute Höhepunkt der Sängerabteilung. Durch den kurz zuvor erfolgten Beitritt zum Schwäbischen Sängerbund fand an diesem Fest gleichzeitig das 1. Bezirkssängertreffen statt.
Wieder mit einem 3-tätigen Fest wurde im Jahr 1964 die Fahnenweihe durchgeführt. Die kirchliche Weihe erfolgte durch Herrn Pfarrer Muth. Vom 1. – 3. Juni feierte die Sängerabteilung ihr 25jährigen Jubiläum mit zahlreichen Gastchören. Das nächste Jubiläum fand dann am 22. Oktober 1983 im Schloss-Saal statt, welcher im Jahr zuvor neu renoviert worden war.
Die Anzahl der Sänger war durch altersbedingte Abgänge zwischenzeitlich bedenklich rückläufig gewesen, doch Dank guter Kontakte von Dirigent Rudi Küfer konnte man mit einigen Gastsängern aus Eutingen den Gesangsbetrieb weiterhin aufrecht erhalten. So konnte die Sängerabteilung am 29.10.1988 mit dem 40-jährigen erneut ein Jubiläum feiern.
Am 7. Oktober 1993 musste die Sängerabteilung einen herben Verlust erleiden. Nachdem man nur 2 Monate voher noch in fröhlicher Runde seinen 65. Geburtstag gefeiert hatte, verstarb Dirigent Rudi Küfer plötzlich und unerwartet. Rudi Küfer hatte das Amt des Dirigenten inzwischen mehr als 40 Jahre lang inne. Er war zudem das letzte noch lebende Gründungsmitglied der Sängerabteilung und hatte sich auch in all den Jahren auch von Rückschlägen niemals beirren lassen und den Fortbestand der Sängerabteilung gesichert.
Glücklicherweise konnte man mit Joachim Herm einen würdigen Nachfolger für Rudi Küfer aus den eigenen Reihen finden. Joachim Herm war Anfang 1987 zu den Sängerkameraden gestoßen und bereits ab 1990 auch als Vize-Dirigent tätig gewesen. Er ließ sich dann auch nicht lange bitten und leitet die Sängerabteilung seit dieser Zeit an nun auch schon beinahe 27 Jahre lang.
Glücklicherweise waren Ende der 80er bzw. Anfang der 90er Jahre durch Zuzug einige Sängerkameraden neu hinzugestoßen, so dass der Fortbestand der Sängerabteilung gesichert war. Mit Roland Müller als ersten Abteilungsleiter und Siegfried Neef als zweitem Abteilungsleiter sind hierbei auch zwei davon schon seit vielen Jahren als Funktionäre und Leiter der Sängerabteilung tätig.
Somit konnte am 20. und 21. Juni 1998 das 50-jährige Jubiläum in würdigem Rahmen gefeiert werden. Wegen der doch beengten Verhältnisse im Baisinger Schloss-Saal wurde das Jubiläumskonzert, bei dem neben der Sängerabteilung auch einige Gastchöre auftraten, in der Turn- und Festhalle in Ergenzingen abgehalten. Tags darauf wurde im Schlosshof in Baisingen ein Freundschaftssingen mit zahlreichen benachbarten Gastchören abgehalten.
Auch das Jubiläumsjahr zum 60sten Bestehen war für die Sängerabteilung sehr ereignisreich. Am 29. März wurde in der Schloss-Scheuer zunächst die Chorverbandsversammlung Kniebis Nagold abgehalten, ehe es gegen Abend einen Baisinger Heimatabend mit Beiträgen von Vereinen, Gruppen und der Schule gab. Das eigentliche Jubiläum wurde am 18. Oktober mit einem Ehrungsabend in der Schloss-Scheuer gefeiert. Zudem leistete die Sängerabteilung in diesem Jahr zahlreiche Beiträge im Rahmen der 750-Jahr-Feier von Baisingen.
Das letzte Jubiläumskonzert der Sängerabteilung fand am 27. Oktober 2018 wiederum in der Schloss-Scheuer statt. Mit dem Schiedsrichterchor Zollernalb konnte man einen attraktiven Gastchor gewinnen. Zudem wurden mit dem eigens für das Jubiläum ins Leben gerufenen Projektchor einige jüngere Sänger gewonnen. Zahlreiche langjährige Stützen der Sängerabteilung, die in den 70ern und 80ern den Gründungsmitgliedern nachgefolgt sind, sind nun selber in die Jahre gekommen. Man darf gespannt sein, ob es in ein paar Jahren für die Sängerabteilung noch ein 75-stes Jubiläum gibt und ob diesem dann auch noch weitere Jubiläen nachfolgen werden.



 02.08.2020 +++ Erfolgreiche Jugend - VfB vs SVB im Neckarstadion

Ein denkwürdiges Datum in der Vereinsgeschichte des SV Baisingen ist der 14. November 1987. Der SV Baisingen verfügte in der Saison 1987/88 über eine hervorragende 7er E-Jugend, die in dieser Saison ihre Gegner im Bezirk Nördlicher Schwarzwald nach Belieben dominierte und bereits die beiden Spielzeiten zuvor jeweils die Staffelmeisterschaft errungen hatte. Am Ende der Saison 1987/88 sollte dann sogar noch die Bezirksmeisterschaft herausspringen.
Auch der frühere Baisinger Horst Wendel, zwischenzeitlich in der Bodensee-Gegend beheimatet, hatte von dieser Mannschaft Kenntnis bekommen, nicht zuletzt auch durch Kontakt zu den damaligen Trainern Arnold Küfer und Christian Pfeffer. Horst Wendel als glühender VfB-Anhänger hatte bereits zahlreiche Trainingslager für Jugenden des VfB am Bodensee organisiert und war dadurch in VfB-Kreisen bis hinauf zum Präsidenten bestens bekannt.
Es reifte daher der Gedanke, dass die E-Jugend des SV Baisingen ein Vorspiel zu einem Bundesligaspiel des VfB machen könne. Gesagt, getan… die Sache wurde fix gemacht und als Termin der 14. November 1987 vereinbart. Gegner des VfB an diesem Spieltag war der FC Bayern München, schon damals das Top-Team der Liga, wenn auch noch nicht so dominierend wie zu heutigen Zeiten.
Natürlich fanden sich auch zahlreiche Fans, die dem Ereignis beiwohnen wollten, und so reist man mit einem vollbesetzten Bus nach Stuttgart. Nach der Ankunft war dann zunächst die Enttäuschung groß, denn es heiß, dass man das Vorspiel nicht im Neckarstadion, wie die heutige Mercedes-Benz-Arena damals noch hieß, ausgetragen werden könne, sondern auf einem Nebenplatz.
Zum Glück hatte Horst Wendel aber einen mehr als guten Draht zum damaligen Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und so hieß es plötzlich doch „ab ins Neckarstadion“. Voraussetzung war nun allerdings, dass man nicht als 7er-Mannschaft, sondern als 11er-Mannschaft antritt. So musste man dann leider in ungewohnter Formation spielen und verfügte kaum über Ersatzspieler.
Die Stuttgarter Jugend war durchweg gleichwertig gut besetzt und so hieß es am Ende 12:0 für den VfB Stuttgart gegen den SV Baisingen. Weder die Spieler noch die mitgereisten Fans ließen sich davon jedoch die gute Laune verderben. Anfangs waren Baisinger Fans noch in der Überzahl und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Nach und nach füllte sich aber das Stadion und die Stuttgarter Fans feuerten natürlich ihren VfB an und freuten sich über die zahlreichen Tore.
Die gute Stimmung unter den VfB-Fans wurde dann auch nahtlos mit in die Bundesliga-Begegnung genommen, in welcher der VfB Stuttgart den FC Bayern München mit 3:0 besiegte. Ein Ergebnis mit Seltenheitswert. Jürgen Klinsmann erzielte mit einem spektakulären Fallrückzieher das 1:0. Dieser Treffer wurde später nicht nur zum Tor des Monats, sondern sogar zum Tor des Jahres gewählt. Zudem hatte sich Jürgen Klinsmann in diesem Spiel endgültig für die Nationalmannschaft empfohlen, genau 4 Wochen später machte er gegen Brasilien dann sein erstes Länderspiel, der Beginn einer Weltkarriere mit Gewinn von Welt- und Europameisterschaft.
Ein solches Vorspiel einer Jugendmannschaft zu einem Bundesligaspiel, damals noch hin und wieder üblich, ist heutzutage kaum mehr vorstellbar. Einige der damaligen Spieler wie Alexander Pfeffer, Philipp Küfer oder Simon Bernhard wurden später Stützen der Baisinger Mannschaft, die viele Jahre in der Bezirksliga spielte. Für die Baisinger Spieler und Zuschauer war der Besuch am 14. November 1987 im Neckarstadion mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis. Es ist eher nicht damit zu rechnen, dass es so etwas wieder einmal geben wird.

 



 05.07.2020 +++ Aktion „spürbar vereint“ der Stadtwerke Rottenburg

Die Stadtwerke Rottenburg spenden für jeden Neukunden 50 Euro an einen Rottenburger Verein. Zusätzlich erhält jeder Neukunde einen 50-Euro-Bonus.
„Vereine aus Sport, Sozialem und Kultur gestalten das Leben in Rottenburg und der Region aktiv mit – und machen unsere Region dadurch noch lebens- und liebenswerter.“
Die Stadtwerke Rottenburg engagieren sich, so in ihrem Flyer begründet, durch die Spenden-Aktion „spürbar vereint“ für die Rottenburger Vereine.
Neukunden können einen der teilnehmenden Vereine auswählen, dem sie eine Spende der Stadtwerke Rottenburg in Höhe von 50 Euro zukommen lassen möchten.
Gleichzeitig bekommt jeder Neukunde einen 50-Euro-Bonus der Stadtwerke.
Gerne nehmen wir als SV Baisingen an dieser Aktion teil und würden uns freuen, wenn Sie, sollten Sie Neukunde bei den Stadtwerken Rottenburg werden wollen, uns für eine Vereinsspende auswählen würden.
Vielen Dank!
Euer SVB



 05.07.2020 +++ Infos zur neuen Corona-Verordnung zum 1.07.2020

Ab 1. Juli 2020 dürfen im Training wieder spielnahe Übungen ohne Abstandsgebot durchgeführt werden.
Dies erlaubt wieder ein Training unter gewohnten Fußball-Bedingungen mit Spielformen und Zweikampfübungen. Ebenfalls sind wieder Testspiele und Blitzturniere mit wenigen Mannschaften möglich.
Alles unterliegt jedoch weiterhin den Hygiene- und grundsätzlichen Abstandsregeln (außerhalb der Übungsformen). Für die Umsetzung sind die Kommunen und Vereine verantwortlich. Derzeit prüfen wir unter welchen Bedingungen und bei welchen Mannschaften eine Wiederaufnahme des regulären Trainingsbetriebes stattfinden kann.
Die betreffenden Mannschaften werden von ihren Trainern entsprechend informiert.
Wir freuen uns auf die Rückkehr des Fußballs und bleiben weiterhin umsichtig.

Euer SVB



 05.06.2020 +++ Rückblick auf alte Zeiten - Pfingstturniere Österreich

15 Jahre lang, von 1986 bis 2001 nahm die Fußballmannschaft des SV Baisingen immer mal wieder an internationalen Pfingstturnieren in Österreich teil. Neben anderen Teams aus allen Regionen Deutschlands hatte man dabei auch Mannschaften aus Österreich, Italien, der Schweiz oder den Niederlanden als Gegner. Auslöser war seinerzeit ein Trainingslager vom 17. – 20. Juni 1985 auf Ibiza bei dem man nach harten Trainingseinheiten tagsüber zu später geselliger Stunde auch ins Gespräch mit ein paar Österreichern kam. Nach einem Besuch in Langkampfen im Herbst 1985 reiste man an Pfingsten 1986 erstmals per Bus und etwa 25 Personen nach Tirol zur Teilnahme am Turnier in Oberlangkampfen.


Auch wenn die Turnierteilnahme 1986 noch etwas improvisiert verlief und man von 10 Teilnehmern nur den siebten Platz belegte, hinterließ sie doch einen bleibenden Eindruck und man freute sich schon auf eine Wiederholung. Ein Jahr später 1987 trat man erneut die Reise an. Erneut per Bus mit diesmal 50 Leuten, mehreren Privat-PKWs und einigen Motorrädern, so dass man mit über 70 Personen eine stattliche Reisegruppe bildete.


Wie im Vorjahr führte auch diesmal ein Festzug mit Musikkapelle die Mannschaften von der Ortsmitte zum etwas außerhalb des Ortes gelegenen Sportplatz. Die Mannschaften wurden offiziell vorgestellt, natürlich fehlte auch nicht die Nationalhymne des jeweiligen Landes. Anschließend ging es los mit den Turnierspielen. Anders als im Vorjahr konnte man diesmal mit dem fast kompletten Kader der ersten Mannschaft anreisen und rechnete sich daher im Vorfeld eine bessere Platzierung aus.
Zum Auftakt konnte man den SC Petersberg aus Südtirol klar mit 3:0 besiegen, nachdem man im Vorjahr gegen den gleichen Gegner noch knapp unterlegen war. Es folgte ein knappes 2:1 gegen den ESV Rorschach aus der Schweiz, so dass man nach dem ersten Turniertag gleichauf mit dem FC Interlaken vorne lag. Abends auf dem Festgelände wurden die beiden Erfolge bis in die späte Nacht noch gebührend gefeiert und begossen.


Nichtsdestotrotz machte man am anderen Morgen einen fitten Eindruck. Bereits um 8 Uhr in der Frühe musste man gegen den Konkurrenten um den Gruppensieg, den FC Interlaken antreten. Mit 2:0 konnte man den Gegner aus der Schweiz verdient besiegen und wähnte sich damit schon als Gruppensieger und Finalteilnehmer. Im letzten Gruppenspiel traf man auf die bis dato noch sieglose Mannschaft des SC Au München. Einige personelle Veränderungen und eine zu lockere Einstellung sorgten dann jedoch für einen raschen 0:2-Rückstand und am Ende für eine 1:3-Niederlage. Interlaken zog anschließend durch ein 3:0 gegen Petersberg mit 3 Toren in der zweiten Halbzeit noch wegen der um ein Tor besseren Tordifferenz am SVB vorbei.


Im Spiel um Platz 3 hatte man mit dem FK Büren erneut eine Schweizer Mannschaft zu Gegner und konnte sich mit einem 2:1-Erfolg den dritten Platz sichern. Den Turniersieg hatte man leider etwas leichtfertig verschenkt, den holte sich anschließend der FC Interlaken im Elfmeterschießen. Nichtsdestotrotz ließ man es abends bei der Siegerehrung noch einmal ordentlich krachen. Man konnte erneut einen großen Pokal in Empfang nehmen. Zudem hatten die Oberlangkampfener damals noch einen Wettbewerb im Torwandschießen veranstaltet, bei dem die Teilnehmer aus Baisingen sowohl bei den Damen als auch den Herren den Sieger stellten und auch noch einige Plätze abräumten.


Die Turnierteilnahme 1987 in Oberlangkampfen bleibt mit Sicherheit als die wohl schönste in Erinnerung. Die sportlichen Erfolge, 3 Tage herrliches Wetter und die vielen Mitreisenden sorgten für ein tolles Erlebnis. In den folgenden Jahren nahm man noch mehrmals an verschiedenen Orten in Österreich an Turnieren über Pfingsten teil, zuletzt im Jahr 2001 am Turnier des SV Prutz. Obwohl man in den Jahren danach vom sportlichen Standpunkt her die besten Mannschaften in der Vereinsgeschichte hatte, hat es mit einer weiteren Turnierteilnahme an Pfingsten nach Österreich aus den verschiedensten Gründen nie mehr geklappt. Somit wurde nach 15 Jahren eines der schönsten Kapitel der Vereinsgeschichte vermutlich für immer zugeklappt.



 04.06.2020 +++ Sanierte Flutlichtanlage im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen rund um das entstehende Mini-Spielfeld wurden auch die veralteten Strahler des Flutlichtes auf dem Trainingsplatz gegen energieeffiziente LED-Strahler ausgetauscht.
Für die energetische Sanierung standen Fördergelder der Kommune, des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) sowie Mittel des im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz arbeitende Projektträgers Jülich zur Verfügung.
Der jährlich durchschnittliche Energieverbrauch kann so von 40 000 kWh auf 16 400 kWh reduziert werden, was die Umwelt und die Vereinskasse freut.





 02.06.2020 +++ Rückblick auf alte Zeiten - Relegation 2004

Eine der erfolgreichsten Spielzeiten beim SV Baisingen war zweifelsohne die Saison 2003/04. Nach einer starken Rückrunde hatte man in der Runde davor im ersten Bezirksligajahr den Klassenhalt fast schon sensationell am drittletzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht. Zur neuen Runde hatte man mit Rückkehrer Martin Vees und dem Eigengewächs Philipp Küfer erstmal ein Spielertrainer-Duo verpflichtet und sich auch sonst noch personell verstärken können. Somit ging man guter Dinge in die zweite Bezirksligasaison und war optimistisch, erneut die Klasse halten zu können.


Der Saisonauftakt verlief dann auch gleich nach Maß. 3 Siege zum Auftakt machten gleich deutlich, dass man mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben würde. Am vierten Spieltag verlor man in einem verrückten und torreichen Spiel zwar bei der SG Vöhringen mit 6:3, konnte jedoch auch hier eine überzeugende Leistung bieten.und ließ lediglich die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Ganz vorne in der Tabelle steuerte der TuS Ergenzingen schon frühzeitig in Richtung Meisterschaft, gefolgt von der SG Vöhringen. Bei den Baisingern wechselten sich Siege und Niederlagen ab, so dass man sich aber immer im gesicherten vorderen Mittelfeld aufhielt. 3 Siege vor der Winterpause sorgten dann dafür, dass man sich plötzlich sogar auf Platz 3 vorfand.


Wieder einmal kam man mit viel Elan aus der Winterpause. Aus den ersten 7 Punktspielen holte man 6 Siege und 1 Remis. Urplötzlich lag man auf dem Relegationsplatz 2 und hatte 6 Punkte Vorsprung auf die nächstplatzierten Freudenstadt und Vöhringen. Dabei hatte man schon Vöhringen im Rückspiel geschlagen und die Freudenstädter nicht nur in Hin- und Rückspiel besiegt, sondern auch noch aus dem Pokalwettbewerb geworfen. Es wurde danach zwar noch einmal eng, den urplötzlich war die SG Altheim/Grünmettstetten noch im Rennen um den Relegationsplatz und untermauerte dies auch mit einem Sieg in Baisingen. Nach einer erneuten Niederlage gegen Ergenzingen war man wieder auf Rang 3 zurückgefallen, zudem war man etwas unglücklich im Elfmeterschießen im Pokalwettbewerb an dem Lokalrivalen gescheidert. Mit 3 Siegen zum Abschluss der Runde wurde dann jedoch alles klar gemacht. Mit einem Punkt Vorsprung behauptete man am Ende Rang 2 und qualifizierte sich damit für die Runde der Aufstiegsspiele in die Landesliga.


Etwas Pech hatte man, dass das Spielsystem in diesem Jahr ausgerechnet den für uns fernen Bezirk Schwarzwald als Gastgeber für den Nördlichen Schwarzwald vorsah. In Oberndorf am Neckar traf man am Fronleichnamstag dabei auf den SV Seedorf, der quasi vor der eigenen Haustür spielen durfte. Der SVB hatte im Vorfeld für einige Begeisterung gesorgt, so dass ein gemieteter Bus gleich zweimal hin und her fahren musste, um die Spieler und die Schar der Fans nach Oberndorf zu transportieren. Zudem hatten sich auch einige Baisinger mit ihren eigenen Fahrzeugen auf den Weg gemacht. Bei herrlichem Wetter drückte der SVB im schönen Oberndorfer Stadion gleich aufs Tempo und konnte frühzeitig durch Ingo Bühler mt 1:0 in Führung gehen. Ein weiterer Treffer von Ingo Bühler nach einer halben Stunde wurde vom Schiedsrichtergespann wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt wobei sich alle im Stadion einig waren, dass es sich hierbei um eine klare Fehlentscheidung handelte. Dafür zählte wenig später der Seedorfer Ausgleich zum 1:1 wobei es hier fraglich war, ob der Ball überhaupt hinter der Linie war. So ging es leider statt mit 2:0 mit 1:1 in die Pause.


Nach dem Seitenwechsel schoss Alexander Pfeffer den SVB erneut in Führung. Die Seedorfer wurden nun aber zusehends stärker und setzten alles auf eine Karte. Erneut fiel der Ausgleich und kurz vor Spielende erzielte der Gegner dann auch noch den 3:2-Siegtreffer. Baisingen hatte nicht mehr die Kraft, das Spiel noch einmal zu drehen, und schied somit recht unglücklich aus der Relgationsrunde aus.


Anfangs regierte noch der Frust über das verpasste zweite Relegationsspiel, immerhin hätte man dann ins benachbarte Öschelbronn einen deutlich kürzeren Weg gehabt. Bald schon überwiege jedoch die Freude über das Erreichte und die tolle Runde. Nicht zuletzt hatte auch die Reserve wie schon im Vorjahr die Meisterschaft in der Bezirksliga-Reserverunde errunden. Auf dem Heimweg wurde schon im Bus feste gefeiert und angestoßen. Nach der Ankunft in Baisingen ging es dann gleich weiter bei der Fronleichnamshocketse des Musikvereins wo das Bier noch bis spät in die Nacht in Strömen floß.



 01.06.2020 +++ Rückblick auf alte Zeiten - Meisterschaft 1990

Rückblick auf alte Zeiten

Nach dem Theaterrückblick in der Vorwoche kommt diese Woche der Fußball zur Sprache. Es führt uns zurück ins Jahr 1990 bzw. in die Spielsaison 1989/90. Nach eher dürftigen Jahren seit dem Abstieg im Jahr 1974 in die unterste Liga, damals hieß es noch C-Klasse, hatte man die letzte 4 Jahre wieder höhere Ambitionen und wollte stets um den Titel mitspielen. Der Weg jedoch war steinig, Verletzungspech machte oft einen Strich durch die Rechnung und in den entscheidenden Spielen zog man meist den Kürzeren.
Zur Saison 1989/90 hatte man sich nochmals verstärken können. Vor allem aber war es gelungen, als Trainer mit Georg Repsch nicht nur ein Baisinger Eigengewächs zu gewinnen, sondern vor allem einen erfahrenen und erfolgreichen A-Lizenz-Inhaber, der in der Vergangenheit schon mehrfach den Aufstieg in höhere Ligen geschafft hatte. Die Vorbereitungsspiele mit Siegen gegen höherklassigere Gegner sowie zwei gewonnene Pokalspiele ließen einiges erwarten.
In die Saison startete man dann mit einem deutlichen Auftaktsieg mit 4:0 gegen Dießen und ließ gleich noch zwei weitere Siege gegen zweite Mannschaften folgen. Bereits am vierten Spieltag gab es jedoch bereits einen kleinen Dämpfer, als man ersatzgeschwächt beim Lokalrivalen SV Vollmaringen mit 0:1 unterlag. Von nun an befand man sich in der Rolle des Jägers, denn mit dem VfL Hochdorf und vor allem dem FC Grünmettstetten hatte man hochkarätige Konkurrenz die beide ebenfalls den Titel wollten.
Nach diesem Rückschlag startete der SVB jedoch durch. Bis zur Winterpause gab es in 9 Spielen noch insgesamt 8 Siege und nur 1 Unentschieden. Ganz wichtig dabei waren der knappe und späte 2:1-Sieg gegen den VfL Hochdorf sowie das einzige Unentschieden mit 2:2 in Grünmettstetten. Zur Winterpause lagen dann auch Baisingen, Grünmettstetten und Hochdorf fast gleichauf. In der Rückrunde ließ man dann nichts mehr anbrennen. Mit 7 Siegen startete man nach der Winterpause, der FC Grünmettstetten lag nach 2 Niederlagen gegen Hochdorf und einem weiteren Remis inzwischen 3 Punkte zurück und konnte aus eigener Kraft nichts mehr ausrichten, da es damals noch die 2-Punkte-Regel gab.
Am vorletzten Spieltag musste der SVB in Hochdorf antreten, das sich bei einem Punkt Rückstand auf Baisingen noch gute Chancen ausrechnete. Baisingen zeigte an diesem Tag jedoch sein wohl bestes Saisonspiel und zog dem Gegner mit 2 frühen Toren gleich den Zahn. Am Ende triumphierte man mit 3:0 in Hochdorf und war damit uneinholbar vorzeitig Meister der Kreisliga B. Eine 1:3-Heimniederlage im letzten Spiel gegen Grünmettstetten spielte dann keine Rolle mehr, zumal man sich bereits die ganze Woche über in bester Feierlaune befand.
Nach 16 Jahren in der C-Klasse bzw. Kreisliga B und 22 Jahre nach der letzten Meisterschaft im Jahr 1968. Vervollständigt wurde der Erfolg noch dadurch, dass sich auf die Reserve schon am vorletzten Spieltag die Meisterschaft der Reserverunde gesichert hatte. Zudem konnten die D-Jugend wie auch die E-Jugend ebenfalls den Meistertitel in ihrer Klasse erringen, so dass das Jahr 1990 mit 4 Meisterschaften des SVB als eines der erfolgreichsten Jahre in die Vereinsgeschichte einging.
Die Spieler aller Mannschaften und die Vereinsfunktionäre zogen mit einem Autokorso durch das Dorf, voran spielte der Musikverein Baisingen dem an dieser Stelle auch noch einmal gedankt sei. Es konnten mehrere Cabrios organisiert werden, darunter 2 Corvettes. Highlight jedoch war der Baulaster von Bernd „Meckes“ Fuhrer, den diese extra zu diesem Anlass in den Vereinsfarben blau und weiß umlackieren ließ. Wenn es auch kein Fasnetsumzug war, so riefen doch einige Spieler „Narri, narro“. Manche damalige Neubürger waren davon so begeistert, dass sie vier Tage später beim Fronleichnamsumzug auch wieder „Narri, narro“ von ihren Balkonen riefen. Schau mer mal, ob wir so etwas wieder einmal erleben dürfen.



 09.05.2020 +++ Mit RoMärkle unterstützen

Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gönner!
„Einer für alle und alle für einen“ das gilt nicht nur in der täglichen Vereinsarbeit, sondern auch für die gesamte Stadt. Rottenburg hat eine vielfältige Vereinslandschaft und eine ebenso lebendige Einzelhandels- und Gewerbelandschaft. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen beide Bereiche unterstützt werden. Es kommt dabei auf jeden einzelnen an. Jeder kann etwas bewirken und gemeinsam können wir etwas für unseren Verein tun und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Stadt vielfältig und lebendig bleibt.
Wenn Sie als Mitglieder unseres Vereins, als Freunde und Gönner in Rottenburg einkaufen oder einen Auftrag an Rottenburger Gewerbetreibende vergeben, unterstützen Sie nicht nur die lebendige Handels- und Gewerbelandschaft in Rottenburg am Neckar, sondern künftig auch unseren Verein!
Bei über 50 Händlern und Gewerbetreibenden bekommen Sie RoMärkle, die in einem Heft gesammelt werden können. Sie bestimmen, welchem Verein die von Ihnen gesammelten RoMärkle zu Gute kommen sollen. So unterstützen Sie unseren Verein und damit auch die lebendige Stadtgemeinschaft.
Eine genaue Beschreibung finden Sie im, dem Sammelheft beiliegenden, RoMärkle-Prospekt. Welche Händler und Gewerbetreibende derzeit bereits RoMärkle ausgeben, steht immer aktuell auf www.ro-maerkle.de. Sprechen Sie die Händler jeweils an und fragen Sie bei Ihrem Einkauf nach den RoMärkle.
Die Sammelhefte und Informationsprospekte bekommen Sie bei unserem ersten Vorsitzenden Oliver Kroll. Hier können Sie auch die vollen Hefte abgeben. Zweimal im Jahr erfolgt die Abrechnung der abgegebenen Hefte.
Machen Sie mit! Unterstützen Sie unseren Verein und damit auch die Stadtgemeinschaft. Wie gesagt, es gilt „Einer für alle und alle für einen.“

Es grüßt Sie
Ihre Vereinsvorstandschaft des SV Baisingen e.V.

Kontakt: Oliver Kroll
Göttelfingerstraße 1/1
Baisingen
Tel.: 07457/930745





 21.03.2020 +++ Liederabend der Sängerabteilung auf unbestimmt verschoben

Der am 25.04.2020 geplante Liederabend der Sängerabteilung muss aufgrund der fortschreitenden Corona-Virus-Pandemie verschoben werden. Ein neues Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir bitten um Verständnis.

Die Vorstandschaft



 16.03.2020 +++ Trainings- und Sportheimbetrieb bis auf weiteres eingestellt

Aus gegebenem Anlass stellen wir unseren Trainings- und Sportheimbetrieb bis auf weiteres ein. Dies gilt auch für alle übrigen Angebote, wie das Kinderturnen.

Kommen Sie gesund durch die nächsten Wochen und bleiben Sie fit!



 12.03.2020 +++ Jahreshauptversammlungen verschoben

Die Jahreshauptversammlungen des Haupt-, Förder- und Jugendsportvereins am 14.03.2020 werden aufgrund der fortschreitenden Covid-19-(Corona)Pandemie aus Gründen der gesundheitlichen Fürsorge bis auf weiteres verschoben. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir bitten um Verständnis.